Design Thinking, Disruption, innovation

Mit Design Thinking zur Disruption

Disruption – (disˈrəpSHən) übersetzt sich aus dem Englischen als Störung, Unterbrechung oder Erschütterung.

Im Wirtschaftskontext der letzten Jahre hat sich der Begriff „Disruption“ gemeinsam mit der „Innovation“ und der „Digitalisierung“ zum scheinbar allumfassenden Mantra entwickelt. Wie sich diese Begriffe voneinander abgrenzen, scheint aber keine besondere Rolle zu spielen. Durch  den Aufstieg von Amazon, Airbnb, Uber und Konsorten wird nach und nach allen Branchen bewusst, dass neue Spielregeln gelten. „Das Memo habe ich nie bekommen…“ spukt durch die Köpfe in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir fühlen uns gestört und verunsichert.

Unsere scheinbar letzte Chance: Selber mal so richtig disruptiv sein. Schließlich wäre viel Geld zu verdienen und die Konkurrenz sähe ganz schön alt aus.


 

„Müller, machen Sie mal was mit Design Thinking!“

Was hat Design Thinking mit Disruption zu tun?

Letztes Jahr haben wir eine Ad-Kampagne zum Thema Strategic Design auf Google geschaltet. Was dabei herauskam, war eindeutig: Die Anzeigen-Headline, die mit Abstand am stärksten performte, lautete: „Von der Idee zur Disruption: Design Thinking mit Strategie“. Das sagt der Markt, das wollen Sie (ja, die Leser) gerne wissen, wenn sie nach „Design Thinking“ suchen. Die implizite Frage: „Wie kommen wir dazu, einen weltweiten Hit zu landen, der Unsere Branche so richtig grundlegend umkrempelt?“

Der Begriff „Design Thinking“ steht auch ganz vorne im Wörterbuch des Innovationsbeauftragten, hat allerdings einen viel kleineren Scope als das Umkrempeln von Branchen: In diesem strukturierten Gestaltungsprozess wird nicht auf globale Märkte geschaut, sondern auf die Bedürfnisse einzelner Menschen. Was will und akzeptiert der Kunde? Welche Schmerzen erfährt er, was wünscht er sich im Alltag und wie können wir ihm eine Lösung bieten, mit der sich nachher Geld verdienen lässt?

 

Die eigentliche Disruption: Gewohntheiten großer Gruppen von Menschen verändern sich.

Disruptionen erschließen neue Märkte – und verdrängen alte von der Pole Position. Disruptionen lassen sich aber nur deshalb auf einer Makroebene als Störung, Unterbrechung und Erschütterung wahrnehmen, weil sich tausende – oder Millionen – von Einzelpersonen zeitgleich dazu entschließen, ihr Leben anders zu führen als bisher. Ob sie über neue Kanäle einkaufen, weniger oft in Hotels übernachten oder per online organisiertem Carsharing zu Ihrem Ziel gelangen – besonders große Unternehmen und Strukturen geraten unter Druck, für Ihre Kunden auch zukünftig relevant zu bleiben.

Disruptionen lassen sich deshalb auf einer Makroebene wahrnehmen, weil sich tausende – oder Millionen – von Menschen zeitgleich dazu entschließen, ihr Leben anders zu führen.
Tim Heiler

Design Thinking als methodische Brücke zu relevanteren Innovationen

Design Thinking ist nicht das Allheilmittel auf dem Weg zur Disruption, aber immerhin eine Methode, mit der Sie wahrscheinlich in die richtige Richtung starten. Auf unserem weltweit vernetzten und technologisierten Markt ist die Relevanz von Produkten und Services Treiber gesellschaftlicher Veränderung. Und nur die Relevanz kann bewirken, dass sich viele einzelne Menschen – Nutzer und Kunden – dazu entschließen, ihr Leben ändern. Vielleicht auch mit Ihnen.

Hier kann Design eine wertvolle Brücke bauen, denn es stellt das Erleben und die Wünsche von tatsächlichen Menschen in den Mittelpunkt. So erhält ihre Produktentwicklung schon früh eine klare Richtung und sie erhöhen massiv Ihre Chance, wirklich zielgerichtet in neue Projekte zu investieren.

Letztendlich Bedarf es zur tatsächlichen Disruption auf breiter Fläche sicher mehr als eine einzelne Methode, sicher auch Anstrengungen auf mehr als einem Gebiet. Auf jeden Fall werden Sie, auch wenn Sie diesen Treffer nicht beim ersten mal landen, mit Design Thinking bessere Produkte und bessere Lösungen für sich und ihre Mitmenschen entwickeln.

 

Design Thinking – weiter gedacht

Wenn Sie wissen möchten, wie Design Thinking sein volles Potential in Ihrer Organisation entfaltet, informieren Sie sich über unser Strategic Design Framework:

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